Grüße aus der Zukunft 08

Die Konsumgenossen – gemeinschaftliches Wohnen

Angefangen hat unser Projekt mit der Idee, dass wir uns als Alleinerziehende einfach miteinander solidarisieren anstatt uns einzeln abzurackern, um der Armutsfalle zu entgehen. Läuft ja nicht bei allen so mit der Lebensplanung, da wird es dann schnell eng: Geld und Zeit sind Mangelware, du bist ständig am Organisieren und Machen und Tun, um über die Runden zu kommen, und dann sagt dein Lütter zu dir: Mama, du bist nie da wenn ich dich brauche! Das tut weh. Daher sind wir mehr als andere Familien angewiesen auf ein funktionierendes Netzwerk, das unvorhergesehene Krisen abpuffern kann. Sobald etwa die Kita unerwartet früher schließt oder im Job Überstunden anfallen bricht die Alltagsplanung in sich zusammen. Dann fühlt man sich tatsächlich alleingelassen und überfordert. Und übersieht dabei, wie vielen Menschen es ähnlich geht. Warum also nicht sich zusammenschließen und gemeinsam das leisten, was alleine schwierig wird? Wohnen mit gegenseitiger Hilfe – das war die Grundidee, als wir uns vor ein paar Jahren entschlossen haben aktiv zu werden.

 

Mittlerweile ist das Projekt größer geworden, als ich gedacht hatte, und zwischendurch hatten wir mehrmals unsere Krisen und dachten, das wächst uns total über den Kopf. Aber ich kann heute rückblickend ganz klar sagen: von der Idee 2019, über die Gründung der Genossenschaft 2020 bis zum tatsächlichen Einzug vor einem Jahr, ich bereue nichts! Das ehemalige Konsum-Gebäude haben wir damals zufällig gefunden, daher kommt auch unser Name – eigentlich sind wir ja eher kritisch mit Konsum und so. Es war nicht einfach, das dem Besitzer abzuluchsen, aber uns hat eine Stiftung geholfen und schließlich haben wir es übernommen und schrittweise ausgebaut. War auch höchste Zeit, denn lange hätte das nicht mehr gestanden sonst. Unten befindet sich jetzt unsere Kindertagesstätte, wo Leute aus der ganzen Stadt ihre Gören abgeben können. Darüber gibt es verschieden große Wohnungen, die man sich je nach Budget oder Bedürfnissen teilen kann.

 

Das Konzept heißt Clusterwohnen und ist noch relativ neu: An einem großen, gemeinschaftlich genutzten Wohnraum liegen kleine, private Zimmer, von denen man so viele mietet wie man braucht. Wenn man sich zurückziehen will, funktioniert das also genauso easy wie wenn man ein Essen für 20 Leute veranstalten möchte – was toll ist, denn das geht ja normal nicht, wenn man mit Kind in einer Ein-Zimmer-Bude lebt. Und zeitlich sind wir alle unterschiedlich flexibel, was eben auch heißt: Wir können füreinander einspringen, wenns mal brennt. Die gegenseitige Hilfe muss natürlich freiwillig geschehen: Es gibt keinen Gemeinschaftszwang. Aber ein Gefühl von Verbundenheit und Verbindlichkeit, von dem alle profitieren, das gibt es schon, und zwar nicht nur in der Hausgemeinschaft, sondern auch in der Nachbarschaft. Ich glaube, unser Hausprojekt ist ein inspirierendes Umfeld für uns und unsere Kinder, in dem man Gemeinschaft aktiv lebt und mitgestaltet.Schon Wirklichkeit

Allerhand – gemeinschaftliches Wohnprojekt in Zusammenarbeit mit dem Mietshäuser Syndikat, Strausberg 2018

 

Vitopia  – umbau einer ehemaligen Gärtnerei an der Elbe zum gemeinschaftlichen Wohnprojekt mit Café und Seminarhaus, Qbatur, Magdeburg 2016

 

Samtweberei Krefeld – Quartiersentwicklung durch Mischnutzung und bürgerschaftliches Engagement. Montag Stiftung Urbane Räume, Krefeld 2013

 

Grüße aus der Zukunft  >>  Wittenberger Transformationsgeschichten

Alle Transformationsgeschichten wurden 2018 von subsolar* Architektur und Stadtforschung im Auftrag der Stadt Wittenberge entwickelt. Sie basieren auf den Erkenntnissen der Rahmenplanung Packhofviertel und aktuellen urbanen Transformationsprojekten.

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Der subsolare Punkt

Vor beinahe 50 Jahren prägte der gelernte Nautiker, autodidaktische Designer und findige Ingenieur Richard Buckminster Fuller das Bonmot vom „Raumschiff Erde“, das mit einer Geschwindigkeit von mehreren tausend Kilometern pro Stunde um die Sonne kreist. Fuller vertrat in seinem Buch „Bedienungsanleitung für das Raumschiff Erde“ die Auffassung, dass das offensichtliche Fehlen einer solchen Teil eines intelligenten Plans sei: So nämlich, ohne Anleitung, seien die Menschen dazu gezwungen, ihr Schiff zu erforschen, zu verstehen und schließlich Sorge dafür zu tragen, dass es gut läuft bzw. fliegt – jetzt und in Zukunft.

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Zukunfts Strateginnen

Wie die Nachhaltigkeit leider doch nicht in Stuttgart Stöckach intervenierte

In ihrem Screencast für das Panel “Housing and Care” bei der Degrowth Konferenz in Wien analysierte Saskia Hebert am 29.5.2020 das Scheitern von subsolar*s Beitrag für den offenen zweiphasigen Wettbewerb der ENBW und der Stadt Stuttgart.

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JER Sanierung und Erweiterung des Jeremia-Gemeindezentrums

Die evangelische Zuflucht-und-Jeremia-Kirchengemeinde befindet sich im Umbruch: die beiden Gemeinden werden zu einer zusammengelegt und werden künftig nur einen Standort als Gemeindezentrum benötigen. Neuer gemeinsamer Treffpunkt für Kirchgänger und Kitakinder werden die Räume der Jeremia-Gemeinde. Ausgehend von dem zukünftigen Bedarf an Räumlichkeiten für das gemeindliche Leben gilt es für das Gebäudeensemble aus den 60er Jahren angemessene gestalterische und technische Lösungen für eine zukunftsfähige Weiternutzung zu finden.

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ZUF Umnutzung des Zuflucht-Gemeindezentrums

Die beiden Gemeindestandorte der evangelische Zuflucht-und-Jeremia-Kirchengemeinde fusionieren und werden künftig nur noch einen Standort als Gemeindezentrum benötigen. Während das Gebäudeensemble Jeremia umgebaut wird, sollen für diese Bauphase Kitakinder und Gemeindemitglieder in den Räumen der Zufluchtgemeinde untergebracht werden.

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Willkommen im SUNIVERSUM

Im Rahmen des Masterplans 100% Klimaschutz unterstützt der Regionalverband Großraum Braunschweig (potentielle) Akteure aus dem Feld der Suffizienz bei der Bildung eines verbandsweiten Netzwerks. Die Community im Großraum Braunschweig besteht aus heterogenen Akteuren. Neben Unternehmen, Gemeinden und wenigen Politiker*innen engagieren sich hier vor allem Vereine und zivilgesellschaftliche Initiativen.

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Gärkeller @ VOLLGUT

Für den Gärkeller unter dem Hof des VOLLGUT Areals in Neukölln hat subsolar* im Auftrag der Terra Libra GmbH eine Potenzialanalyse erstellt und einen Beteiligungsprozess initiiert.

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Inklusionsmaschine Stadt

Diskussion am 25.01.2019 zu den “Bauteilen” einer inklusiven Stadt an der Hochschule München bei Prof. Dr. Andrea Benze

Werkstatt für spekulative Bewegung

Am 01. und 02. Dezember 2018 fand im Haus der Statistik die “Werkstatt für spekulative Bewegung” statt. Sabine Zahn und Saskia Hebert suchten in Kooperation mit Markus Bader und dem UDK Forschungs-Projekt “Making Futures” nach Ansätzen für einen veränderten methodischen Umgang mit “Architektur als Ressource”. Details »

mitOST

Für die Bürofläche der gemeinnützige Organisation MitOst entwickelte subsolar* ein modulares System aus Sitz- und Regalmöbeln.

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