Grüße aus der Zukunft 09

Mittendrin statt am Rand – neue Quartiere

Da, wo jetzt unser jüngstes Projekt entstanden ist, stand noch vor ein paar Jahren eine ganze Häuserzeile aus der Gründerzeit. Haus an Haus, ganz typisch für das Viertel. Ich mag die alten Häuser und ihre Geschichten. Wo sie nicht mehr zu halten sind, bleibt dann eine Lücke, ein Loch im ehemals dichten Gefüge. Das sieht nicht einfach aus, als wäre da halt eine Wiese, sondern man merkt richtig, dass etwas fehlt. Allerdings bietet so eine Fläche auch die Freiheit, etwas Neues zu erschaffen. Wo findet man denn noch mitten in der Stadt Raum für neue Architektur in dieser Größenordnung? Ein wahnsinniger Luxus! Wir bauen mit unserem Büro überwiegend für Menschen, die nicht am Stadtrand auf der grünen Wiese wohnen wollen, sondern mitten drin. Deren Kinder sollen alleine zur Schule gehen können und sie wollen nicht immerzu auf ein Auto angewiesen sein.

 

Auch ein Doppelhausneubau kann außergewöhnlich und schön sein, qualitätvoll, wertig – und gar nicht mal unbedingt teurer als das Fertighaus „von der Stange“, wenn dann am Ende alle Extrawünsche mit abgerechnet werden. Wir wollen mit unseren Gebäuden nicht nur Chancen verwerten, sondern auch etwas Positives zur Struktur der Stadt und des Viertels beitragen. Mit den drei Doppelhäusern ist es uns gelungen, etwas Neues zu schaffen ohne das Alte zu ignorieren. Minimalismus ist ja ein neues Wort für Einfachheit, das gab es hier schon immer: Reduzierung auf das Wesentliche, Bescheidenheit. Nun sind unsere Objekte nicht aus Backstein und, manche finden die Fenster zu groß, aber ich finde, es ist eine gelungene Neuinterpretation von Einfachheit. Eine Straße ist ja kein Museum, und so heterogen wie die Leute sind, die hier leben, so verschieden können doch auch die Häuser sein. Aber ich habe sowieso das Gefühl, dass man dem hier ganz offen begegnet.

 

Unser neuer Block ist zwar weniger kompakt und nicht geschlossen, aber die frühere Dichte braucht es auch einfach nicht mehr. Stattdessen ermöglichen die Lücken zwischen den Häusern eine größere Transparenz und Durchlässigkeit. Auch im Innern des neuen Blocks wird das deutlich. Wichtig ist nur, dass man das auch durchhält: Hecken sind okay, aber Zäune sind verboten. Das soll ja keine Privatstraße sein, wir sind schließlich mitten in der Stadt.Schon Wirklichkeit

Hitzacker Dorf – Neuanlage eines interkulturellen Generationendorfs als Ergebnis der Willkommenskultur im Wendland, Hitzacker 2017

 

Zuhause in der Stadt – Neuinterpretation der Blockstruktur mit Gartenwegen im historischen Kontext, BNR.Studio, Saintes (Frankreich) 2005

 

Big Yard – Schließung einer Großbaulücke mit einem Reihenhausriegel. Gemeinsamer Hof als Erschließungsraum, Zanderrozh Architekten, Berlin 2010

 

Grüße aus der Zukunft  >>  Wittenberger Transformationsgeschichten

Alle Transformationsgeschichten wurden 2018 von subsolar* Architektur und Stadtforschung im Auftrag der Stadt Wittenberge entwickelt. Sie basieren auf den Erkenntnissen der Rahmenplanung Packhofviertel und aktuellen urbanen Transformationsprojekten.

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Der subsolare Punkt

Vor beinahe 50 Jahren prägte der gelernte Nautiker, autodidaktische Designer und findige Ingenieur Richard Buckminster Fuller das Bonmot vom „Raumschiff Erde“, das mit einer Geschwindigkeit von mehreren tausend Kilometern pro Stunde um die Sonne kreist. Fuller vertrat in seinem Buch „Bedienungsanleitung für das Raumschiff Erde“ die Auffassung, dass das offensichtliche Fehlen einer solchen Teil eines intelligenten Plans sei: So nämlich, ohne Anleitung, seien die Menschen dazu gezwungen, ihr Schiff zu erforschen, zu verstehen und schließlich Sorge dafür zu tragen, dass es gut läuft bzw. fliegt – jetzt und in Zukunft.

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Gärkeller @ VOLLGUT

Für den Gärkeller unter dem Hof des VOLLGUT Areals in Neukölln hat subsolar* im Auftrag der Terra Libra GmbH eine Potenzialanalyse erstellt und einen Beteiligungsprozess initiiert.

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Inklusionsmaschine Stadt

Diskussion am 25.01.2019 zu den “Bauteilen” einer inklusiven Stadt an der Hochschule München bei Prof. Dr. Andrea Benze

Grüße aus der Zukunft: Wittenberger Transformationsgeschichten

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Rahmenplanung für das Packhofviertel in Wittenberge


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Urban Transformations @ Floating University

Am 17.05.18 war subsolar* mit einem Vortrag zu Urbanen Transformationen zu Gast an der Habitat Unit und an der Floating University: Nach den systemischen Erläuterungen von Ramana Gudipudi, Maria Rosa Munoz und Stefan Kreft fragte Saskia Hebert sich und das Publikum “How to act in fucked-up systems?” – und erläuterte einige Methoden anhand von Beispielen aus dem Studiengang Transformation Design.

Collaboratory

Für die Actors of Urban Change hat subsolar* ein Spiel entworfen: Das “Collaboratory“. Auf dem Academy Meeting zum Thema Partizipation in Vilnius konnten die Teilnehmenden der aktuellen Förderrunde nach einem theoretischen Input selbst ausprobieren, wie komplex gemeinsames Handeln schon in einer fiktiven Akteurskonstellation werden kann: Hier mussten – fast wie im richtigen Leben – nicht nur geteilte Interessen entdeckt, sondern auch fremde Perspektiven eingenommen und “hidden agendas” entlarvt werden.

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CUT@RNE

Der “Catalog of Unnecessary Things” (CUT), den die BA Design Studierenden der HBK Braunschweig im Sommersemester 2017 erarbeitet hatten, wurde beim #SDG Bildungswettbewerb #tatenfuermorgen des #RNE ausgezeichnet und am 30.01.2018 zum “Speeddating” eingeladen.

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Das kommende Verschwinden

Am 6. und 7.10. wurde in München Sebastian Blasius‘ Stück “Das kommende Verschwinden” aufgeführt: eine fiktive dystopische Konferenz, die im Jahr 2045 spielt und verschiedene mögliche, jedoch wenig wünschenswerte Zukünfte aufzeigt.

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EUROTOPIA

Am 4.3. fand anlässlich der Eröffnung der Produktion “Eurotopia” am Staatstheater Freiburg das erste von vier Themenwochenenden mit dem Titel “Das Europa der Städte” statt (siehe hierzu den Blogbeitrag der Dramaturgin Viola Hasselberg). Details »