Perspektiven 2030

introbild2015/16 führte subsolar* gemeinsam mit dem Zentrum für Peripherie einen ergebnisoffenen Partizipationsprozess in Perleberg und Wittenberge durch. Beide Städte hatten sich für die erste Phase des Wettbewerbs Zukunftsstadt qualifiziert und suchten nun nach “Perspektiven 2030: Damit wir bleiben können“. Das mehrstufige Verfahren wurde vom Bundesforschungsminesterium (BMBF) ausgelobt. Medienpartner: Der Prignitzer und die Prignitzer Medien.

Im Rahmen des Projektes führte subsolar* die “Zweite Zukunfts-Werkstadt“ in Wittenberge durch und erarbeitete einen Perspektiven-Atlas. Ebenfalls am Projekt beteiligt waren die Studierenden des Masterstudiengangs Transformations-Design der HBK Braunschweig, die Instagram Community und die Bewohner aus Perleberg und Wittenberge.

Der Perspektivenatlas für Perleberg und Wittenberge versammelt verschiedene Blicke auf beide Städte, die wirkliche und mögliche Räume sichtbar machen und dadurch neue Horizonte eröffnen. Er ist ein Ergebnis des partizipativen Prozesses, den beide Städte in der ersten Phase des „Zukunftsstadt“-Wettbewerbs gemeinsam durchgeführt haben. Die Perspektiven, die hier abgebildet werden, sind unterschiedlich – so unterschiedlich wie die am Prozess Beteiligten. Bewohnerinnen und Bewohner brachten ihre Kenntnis der Städte, ihre „lokale Expertise“, ebenso ein wie ihre Sorgen, ihre Wünsche und Ideen.

perspektivenatlas

Als ersten Schritt der Recherche gab es einen Call for Pics in der Instagram Community: Fotos konnten unter den Hashtags #zukunftsstadt #perleberg #wittenberge an subsolar_zukunftsstadt eingeschickt werden. Die Bilder wurden bei einem gemeinsamen Insta-Stammtisch in Perleberg geteilt, wurden Teil der Ausstellung und in die Zukunftsswerkstatt II mit eingebunden.

instagramCredits: subsolar*, holziholzkopf, krinaperle, gedankenfluss, litschilitsch

Subsolar* erschloss sich Wittenberge und Perleberg anhand von ortsspezifischen Karten und Diagrammen, die Daten und Fakten aus der Region maßstäblich auf das betreffende Territorium abbilden. Sie zeigen die räumliche Verbindung beider Städte und ihre Lage in der Region, in der Landschaft des Biosphärenreservats, aber auch im Zentrum von Energie- und Verkehrsströmen. Sie geben Auskunft über „objektive“ Gegebenheiten wie Bevölkerungsentwicklung und Einwohnerzahlen und ergänzen so die „subjektive“ Sicht all jener, die hier leben – und ihre Städte für gewöhnlich nicht von oben sehen

 

 

karten

Credit: subsolar*

Am 10. Oktober 2015 fand die erste Zukunfts-Werkstadt im Rahmen des Projektes in der Friedrich-Gedike-Oberschule in Perleberg mit zahlreichen Teilnehmer_innen und dem Titel „Zusammenarbeit“ statt, moderiert und kuratiert von Ute Reeh.

Beim Workshop zur zweiten Zukunfts-Werkstadt am 14.11.2015 im Wittenberger Rathaus diskutierten etwa 100 Bürgerinnen und Bürger mit externen Experten und Studierenden der HBK Braunschweig an sechs Thementischen über Stadt-Ansichten, Freie Räume, Urbane Teilhabe, Bildungs-Kulturen, Neue Ökonomien und Lokale Energien. Die Ergebnisse wurden anschließend vor allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern präsentiert und gemeinsam „wertgeschätzt“: Mit beiden Händen konnte man spontan anzeigen, für wie zukunftsrelevant (zehn Finger) oder völlig uninteressant (null Finger) man den genannten Aspekt hielt.

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Credit: Anja Weber

Am 28.04.2016 wurde die Ausstellung zum Abschluss der ersten Wettbewerbsphase im Zukunftsstadt-Prozess eröffnet. Sie war bis zum 08.05.2016 im Perleberger Stadtmuseum zu sehen und zog dann bis zum 20.05.2016 ins Wittenberger Rathaus um. Der Perspektivenatlas, den subsolar* in den vergangenen Monaten mit lokalen und externen Expert_innen erarbeitet hat, wurde auf einem eigens dafür konstruierten Wägelchen präsentiert und konnte damit auch im Stadtraum unterwegs sein. Eine Pop-Up Espressobar lud die Wittenberg_innen und Perleberger_innen dazu ein, ihre Zukunft im Stadtraum zu diskutieren und im Perspektivenatlas weiter zu schreiben.

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Credits: subsolar*, Simone Ahrend

 

credits photo: gbrmaik, credits layout: subsolar*

Zuletzt kam noch das “Ministerium für Miniaturinselforschung in die Prignitz: Die Studierenden des MA Transformationsdesign präsentierten im Rahmen einer Stadtsafari ihre Ideen und Vorstellungen für Wittenberges Zukunft.

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Credits: Dominic Kellermeier, Studierende HBK

 

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