E09

BRÜCKE & TÜR

Wettbewerbsgewinn EUROPAN 9, Standort Spremberg

Im Rahmen von Europan 9 fragte die Stadt Spremberg, wie der ausserhalb des Stadtzentrums auf einem Höhenzug gelegenen Bahnhof besser an die Stadt angebunden werden könne. Des weiteren definierte die Auslobung ergänzende Punkte, an denen Planungen zur Intensivierung und Belebung des öffentlichen Raumes (Stadtpark, Festwiese) erarbeitet werden sollten.

Die Analyse zeigte, dass topographische Probleme zumindest eine Teilschuld an der eklatanten Unterfrequentierung der genannten Freiflächen haben: während die vorherrschende Bewegungsrichtung parallel zum Lauf der Spree und zum Hang des Georgenberges verläuft, zerschneidet die orthogonal dazu angelegte Bahnhofsstraße sowohl den Zusammenhang der Auenlandschaft (Damm), als auch den des Höhenzuges (Einschnitt).

Das Projekt “brücke & tür” definiert daher in Anlehnung an den gleichnamigen Text von Georg Simmel vier Orte entlang der Bahnhofsstraße, an denen spezifische Verknüpfungsmaßnahmen zwischen disparaten Räumen erforderlich sind. Diese haben eine doppelte Funktion: Während sie zum Einen helfen, Barrieren zu überwinden, also selbst Brücken und Türen werden, strukturieren sie zum Anderen den Weg zwischen Stadt und Bahnhof und verkürzen diesen in der Wahrnehmung des Passanten.

wall

steg

passage

kegel

Eingebettet in die eiszeitliche Moränenlandschaft, werden die Verknüpfungspunkte zu „poetischen Infrastrukturen“, zu Raumkörpern zwischen Land Art und Ingenieurbau, die als Zeichen lesbar sind und dennoch Funktionen beinhalten. So erschließen Sie für die Bürger der Stadt und für Touristen die bekannten Räume neu – als Möglichkeitsräume.

Das Ziel des Entwurfs ist, das Engagement der Bürger an ihrer Stadt zu fordern und zu fördern, so dass sich der leere öffentliche Raum allmählich verwandelt – in gelebten Raum.

Veröffentlicht in:

EUROPAN 9 – Ergebnisse in drei Ländern

PUBLIC SPHERES (Herausgeber: Kaye Geipel / Ulrike Poeverlein)

MIR AKTUELL 1/2009 (Herausgeber: Land Brandenburg, Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung)

No Comments

Sorry, the comment form is closed at this time.

Der subsolare Punkt

Vor beinahe 50 Jahren prägte der gelernte Nautiker, autodidaktische Designer und findige Ingenieur Richard Buckminster Fuller das Bonmot vom „Raumschiff Erde“, das mit einer Geschwindigkeit von mehreren tausend Kilometern pro Stunde um die Sonne kreist. Fuller vertrat in seinem Buch „Bedienungsanleitung für das Raumschiff Erde“ die Auffassung, dass das offensichtliche Fehlen einer solchen Teil eines intelligenten Plans sei: So nämlich, ohne Anleitung, seien die Menschen dazu gezwungen, ihr Schiff zu erforschen, zu verstehen und schließlich Sorge dafür zu tragen, dass es gut läuft bzw. fliegt – jetzt und in Zukunft.

Details »

Willkommen im SUNIVERSUM

Im Rahmen des Masterplans 100% Klimaschutz unterstützt der Regionalverband Großraum Braunschweig (potentielle) Akteure aus dem Feld der Suffizienz bei der Bildung eines verbandsweiten Netzwerks. Die Community im Großraum Braunschweig besteht aus heterogenen Akteuren. Neben Unternehmen, Gemeinden und wenigen Politiker*innen engagieren sich hier vor allem Vereine und zivilgesellschaftliche Initiativen.

Details »

Gärkeller @ VOLLGUT

Für den Gärkeller unter dem Hof des VOLLGUT Areals in Neukölln hat subsolar* im Auftrag der Terra Libra GmbH eine Potenzialanalyse erstellt und einen Beteiligungsprozess initiiert.

Details »

Inklusionsmaschine Stadt

Diskussion am 25.01.2019 zu den “Bauteilen” einer inklusiven Stadt an der Hochschule München bei Prof. Dr. Andrea Benze

Grüße aus der Zukunft: Wittenberger Transformationsgeschichten

Details »

Rahmenplanung für das Packhofviertel in Wittenberge


Details »

Urban Transformations @ Floating University

Am 17.05.18 war subsolar* mit einem Vortrag zu Urbanen Transformationen zu Gast an der Habitat Unit und an der Floating University: Nach den systemischen Erläuterungen von Ramana Gudipudi, Maria Rosa Munoz und Stefan Kreft fragte Saskia Hebert sich und das Publikum “How to act in fucked-up systems?” – und erläuterte einige Methoden anhand von Beispielen aus dem Studiengang Transformation Design.

Collaboratory

Für die Actors of Urban Change hat subsolar* ein Spiel entworfen: Das “Collaboratory“. Auf dem Academy Meeting zum Thema Partizipation in Vilnius konnten die Teilnehmenden der aktuellen Förderrunde nach einem theoretischen Input selbst ausprobieren, wie komplex gemeinsames Handeln schon in einer fiktiven Akteurskonstellation werden kann: Hier mussten – fast wie im richtigen Leben – nicht nur geteilte Interessen entdeckt, sondern auch fremde Perspektiven eingenommen und “hidden agendas” entlarvt werden.

Details »

CUT@RNE

Der “Catalog of Unnecessary Things” (CUT), den die BA Design Studierenden der HBK Braunschweig im Sommersemester 2017 erarbeitet hatten, wurde beim #SDG Bildungswettbewerb #tatenfuermorgen des #RNE ausgezeichnet und am 30.01.2018 zum “Speeddating” eingeladen.

Details »

Das kommende Verschwinden

Am 6. und 7.10. wurde in München Sebastian Blasius‘ Stück “Das kommende Verschwinden” aufgeführt: eine fiktive dystopische Konferenz, die im Jahr 2045 spielt und verschiedene mögliche, jedoch wenig wünschenswerte Zukünfte aufzeigt.

Details »