Auftaktveranstaltung KINDL KONGLOMERAT: Die Stadt im Bestand weiterbauen

Für ein Teilareal der ehemaligen KINDL Brauerei in Berlin Neukölln wird durch die Eigentümerin, die Stiftung Edith Maryon / Terra Libra GmbH in enger Abstimmung mit dem Bezirk Neukölln eine städtebauliche Studie als eingeladenes, einphasiges Werkstattverfahren ausgelobt. Das Verfahren hat zum Ziel, die bestmögliche Variante einer innovativen und zukunftsfähigen Bebauung zu ermitteln, die den städtebaulichen, konstruktiven, wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Gegebenheiten Rechnung trägt.

3 gemischte Planungsteams, die jeweils Kompetenzen in den Bereichen Architektur, Stadtplanung und Landschaftsplanung bündeln, arbeiten parallel an städtebaulichen Entwürfen, die die vorgesehenen Baukörper so strukturieren, dass Freiräume von größtmöglicher Qualität entstehen und die Planung insgesamt den ökologischen, sozialen und ökonomischen Anforderungen an ein zukunftsfähiges Quartier gerecht wird. Begleitet wird das Verfahren durch ein Beteiligungsverfahren, dessen Ergebnisse in den Prozess mit einfließen sollen, und 3 Kolloquien/Werkstätten, in dem ein kooperativer Dialog angestoßen werden soll zwischen den Teams, dem Obergutachter*innengremium und den fachlichen wie lokalen Expert*innen.

Am 14 Juni fand die Auftaktveranstaltung zum Werkstattverfahren als Hybridveranstaltung statt. Die Veranstaltung gab allen Beteiligten die Gelegenheit, die Liegenschaft und die anderen Beteiligten kennen zu lernen und mögliche Fragen zu klären.

Rund 60 Beteiligte und Interessierte trafen sich vor Ort oder wurden digital zugeschaltet. Nach einer Begehung des Planungsareals gab es einen Input durch die beteiligten Expert*innen, die in die aktuell stattfindenden Planungsprozesse am Areal eingebunden sind und / oder besondere Kompetenzen besitzen, die für die Lösung der Aufgabe relevant sind. Es gab Vorträge zu den Themen Sanierungsgebiet, Klima, Statik, Brandschutz, Verkehr, Planung Bestandsertüchtigung Untergeschosse, zukünftige Nutzer und eine Auswertung der ersten Stufe der Bürger*innenbeteiligung. Anschließend gab es Raum für Fragen und Austausch.

Weiter geht das Verfahren mit der ersten Planungswerkstatt am 30. August 2021. Die Zwischenpräsentation des Werkstattverfahrens wird als öffentliche Veranstaltung konzipiert. Die Öffentlichkeit bekommt hier Gelegenheit, die Planungen der Bearbeitungsteams bis zu diesem Zeitpunkt kennenzulernen, Fragen zu stellen und Anregungen zu geben. Hierfür stehen die Planungsteams und weitere Beteiligte nach der Präsentation für Gespräche voraussichtlich im Außenraum des Vollgut-Geländes zur Verfügung. Die Reflektion der öffentlichen Anmerkungen kann dann in die Abschlussphase der Planungen einfließen.

Weitere Informationen zum Werkstattverfahren sind zu sehen auf der Projektseite des Sanierungsgebiets Karl-Marx-Straße/Sonnenallee.