Forever Mine

Prototyping Circular Urban Waste Management

Diese historische Aufnahme zeigt den Prototyp von Berlins Urbaner Mine, dem seit 2038 existierenden geschlossenen Stoffkreislaufsystem der Stadt. Bereits im Jahr 2022 eröffnete hier, auf der wenig genutzten ehemaligen Stadtautobahn A103, dieser Prototyp einer Anlage zur Rezyklaterzeugung, im Volksmund bald „Miles of Piles“ genannt. Im Bereich der Mine wurde Abbruchmaterial zur Sortierung, Zerkleinerung und Neuverarbeitung gelagert, prozessiert und schließlich zum erneuten Einsatz als Baumaterial wieder abtransportiert. Die Anlage war für an- und abfahrende Transporte (inklusive einer vorhandenen Bahnanbindung) optimal erschlossen, und auch die Lärmbelastung überstieg die der vorherigen Nutzung als Autobahn nur unwesentlich.
2028 wurde das erfolgreich erprobte System auf den gesamten vormaligen Berliner Stadtring A100 übertragen und in einem stadtweiten, volksfestähnlichen Festakt BERLIN FOEVER MINE getauft. Inzwischen verfügen fast alle europäischen Städte über entsprechende Anlagen. Der Primärverbrauch von Ressourcen im Bausektor ging dadurch ebenso zurück wie der innerstädtische motorisierte Individualverkehr. Die Biodiversität konnte sich durch Ruderalvegetationsbewuchs auf länger lagernden Materialbergen erholen. Benzinmotorsport findet heute nur noch zu besonderen Anlässen, mit speziellen Zulassungen der beteiligten Fahrzeuge und auf eigens dafür ausgewiesenen Reservatsgebieten statt.

Karte der veränderten Stadtlandschaft

Historische Aufnahme der selben Stelle aus den frühen 2020er Jahren.

Ein Beitrag von Saskia Hebert zur Ausstellung Berlin Atlas 02 des BDA Berlin.

Presseberichte dazu unter anderem im baunetz und der Berliner Abendschau.